lebendige Kommunikation

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meine Gedanken zur gewaltfreien Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation


Als ich Anfang 2000 den ersten Artikel über Marshall Rosenberg und seiner Arbeit las, war ich direkt Feuer und Flamme- und meldete mich zu einem Seminar an. Die Methode erschien mir so einleuchtend und einfach.
Sehr schnell wurde mir klar, dass ich meine vorherige Lebenszeit nicht einfach wegwischen kann. Wie wahrscheinlich wir alle, lebe ich mit einer Sprache, die Vergleiche, Urteile, Vorwürfe, Kritik... über andere und mich selbst beinhaltet. Eine Sprache, die über Jahrzehnte zur "Normalität" wurde.
Mittlerweile ist mir klar, dass meine Verbundenheit zur Gewaltfreien Kommunikation ein Prozess ist, der sich mein ganzes Leben lang entwickelt.


Die
Versuchung, die GFK als "nett sein" zu interpretieren, ist sicher groß. Dabei geht es tatsächlich darum, "echt" zu sein. Auszudrücken, wie es uns geht, ohne andere zu verurteilen oder in Verantwortung für unsere Bedürfnisse zu nehmen.


Das
Besondere der GFK sehe ich in den Bedürfnissen. Es berührt mich tief, dass alle Menschen die gleichen Bedürfnisse haben, sie also "universell" sind- und dadurch eine Ebene geschaffen ist, auf der wir alle miteinander verbunden sind.
Da Bedürfnisse nicht an das Außen gebunden sind, sondern "nur" mit mir zu tun haben, erlebe ich ein mehr an Freiheit in Beziehung zu anderen Menschen.
Ich sehe es als Herausforderung, mir meine Bedürfnisse in so vielen Situationen, wie möglich, bewußt zu machen, Worte zu finden, diese auszudrücken- und eine Bitte zu finden, die dahin führt, dass ich bekomme, was ich brauche- ohne dabei meine Mitmenschen zu vergessen.
Ich erlebe es als "Fest", wenn ich mein tatsächliches Bedürfnis finde, da so etwas, wie eine körperliche Entspannung stattfindet.


Als
weitere Besonderheit erlebe ich im Kontakt mit anderen Menschen, dass sich, sobald sich alle Personen gehört fühlen, die Energie verändert- und die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wächst. Die Schleife des Gehört-werdens und des Hörens drückt für mich Lebendigkeit und Achtsamkeit aus.


Je
länger ich mich mit der Gewaltfreien Kommunikation und der dahinter stehenden Haltung entwickle, um so mehr persönliche Prozesse durchlaufe ich.
Neben den "alltäglichen" Konflikten liegt mir daran, meine inneren Muster, alte Schmerzen und lebensentfremdende Gedanken über mich und die Welt zu transformieren. Das ist nicht immer leicht und "kostet Mut".
Ich glaube jedoch, dass wir diesen Mut brauchen, um uns dahingehend zu entwickeln, dass unsere Welt friedvoller und heller wird
.



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