lebendige Kommunikation

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Inhalte der gewaltfreien Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation


Die Gewaltfreie Kommunikation wurde in den 70er Jahren von Dr. Marshall Rosenberg entwickelt - und wird international erfolgreich zur Konflikttransformation genutzt.


Dahinter stehen die Annahmen, dass


  •  es in der Natur des Menschen liegt, aus Freude heraus zu geben

  •  alle Menschen die gleichen Bedürfnisse haben, nur unterschiedliche Strategien, diese zu erfüllen

  •  all unsere Handlungen ein bewusster oder unbewusster Ausdruck unserer Bedürfnisse sind

  •  je mehr wir uns über das, was wir fühlen und brauchen bewusst werden - und wir dies klar                  kommunizieren können, die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Bedürfnisse erfüllt werden, wächst

  • je erfüllter wir selber sind, unsere Bereitschaft, dem Leben zu "dienen" und das Leben anderer zu          bereichern, wächst

  • jedes Bedürfnis dem Leben dient  



Der Unterschied der GFK (Gewaltfreie Kommunikation) zu der uns gewohnten Sprache ist, dass wir vermeiden über den Anderen zu reden (z.B: was eine Person "falsch" gemacht hat, oder wie eine Person ist..), sondern darüber, wie es uns mit dem, was wir erleben, geht - was wir fühlen und was wir brauchen.


die 4 Schritte der GFK
1. Situation/Auslöser/Beobachtung  (ohne zu bewerten)
2. Gefühl (unterscheiden zwischen Gefühl und Gedanke)
3. Bedürfnis (unterscheiden zwischen Wunsch und Bedürfnis)
4. Bitte (unterscheiden zwischen Bitte und Forderung) positiv, konkret, machbar, im hier und jetzt

Diese Schritte unterstützen uns darin, in Kontakt zu kommen. Der Verzicht auf Bewertung und Interpretation unterstützt uns darin, dass wir Klarheit über uns selbst erlangen - und Situationen ganz "neu" betrachten können. Und die Chance, dass unser Gegenüber uns wirklich zuhört, wächst, da wir von uns selber sprechen.
Damit steigt auch die Chance, dass wir das, was wir brauchen, auch bekommen.


4 Schritte mal drei
Dieses 4 Schritte Modell können wir in drei Richtungen nutzen.

  • Selbsteinfühlung:

     Hier nutzen wir die Schritte, um Klarheit und Verbindung zu uns selber zu erlangen. Klarheit über das,          was wir brauchen, ist ein Geschenk an uns selbst und an andere.

  • Ehrlicher Selbstausdruck:

     Für mich liegt hier der bedeutsamste Schritt
     vom:"Ich fühle mich, weil du....(Schuldzuweisung,       Vorwürfe und Kritik)"
     zum:"ich fühle mich, weil ich...brauche"

..als Beispiel:
P. bekommt bei einem Telefonat ihres Freundes mit B. mit, dass er zusagt, dass sie gemeinsam mit ihm in den Sommerurlaub fahren.                                                

1. Situation, Beobachtung:

P:" Wenn ich höre, dass du deinem Freund zusagst, dass wir mit ihm in Urlaub fahren..."
2. Gefühl:

P:" dann fühle ich mich frustriert
und traurig..."
3. Bedürfnis:

P:" weil ich mit meinen Vorstellungen gehört
werden möchte - und an Entscheidungen, die uns beide      betreffen, beteiligt sein möchte."
4. Bitte:

P:" Setzt du dich jetzt mit mir zusammen, um über unsere Vorstellungen von einem Sommerurlaub zu reden?"

  • Empathisch aufnehmen, wie es dem anderen geht:

     Die Schritte werden genutzt, um mich in mein Gegenüber einzufühlen.
     1.Beobachtung:  Wenn du siehst/ hörst/ erlebst, dass......
     2.Gefühl:
 Fühlst du dich dann.../ bist du dann...(wie könnte sich die Person fühlen?)
     3.Bedürfnis:
weil du das Bedürfnis nach...hast/ weil du...bräuchtest...(was könnte sie brauchen?)
     4.Bitte:
Und möchtest du jetzt gerne...hättest du jetzt gerne, dass...(um was könnte sie bitten?)

Ziel ist, herauszufinden, was wir brauchen- um dann nach Wegen zu suchen, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Es zählen die Bedürfnisse von allen.







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